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ROTTERDAM setzt auf PNEUSCAN

06.04.2016 | Der Rotterdamer Hafen sorgt mit dem „Free Tyre Check“ für mehr Verkehrssicherheit und setzt dabei auf PNEUSCAN

Beim Verlassen des APM Terminals an der Maasflakte 2 in Rotterdam können Brummifahrer zwischen drei Fahrbahnen wählen. Eine davon wird mit 10 km/h befahren, wobei – ohne anhalten zu müssen – über eine Sensorfläche gerollt wird. Das im Boden befindliche Reifenkontrollsystem analysiert blitzschnell den „Fußabdruck“ der Pneus, prüft die Reifendrücke auf allen Achsen. Werden durchweg mindestens 7,5 bar gemessen, gibt es auf einem Display außerhalb der Fahrerkabine ein grünes Smiley und der Trucker hat freie Fahrt. Wenn allerdings ein rotes Smiley auf dem Matrixschild erscheint, ist eine weitere Überprüfung erforderlich. Der Fahrer erhält an der Info-Säule per Tastendruck ein Protokoll und weiß, dass er schnellstmöglich einen Reifenservice aufsuchen sollte. Übrigens: Neben den Messergebnissen sind auf dem Ausdruck – als Dienstleistung mit Mehrwert - auch Infos und Adressen zu lokalen Reifen-Spezialisten vermerkt. Ein Beitrag für die Verkehrssicherheit - ein Beitrag für die Umwelt. Und all das freiwillig, ohne Zeitverlust und zudem kostenfrei …

Wie Gabriel Kierkels, Leiter der Abteilung Health, Safety, Security and Environment beim APM Terminal verrät, will man durch das Reifenkontrollsystem zum einen für mehr Verkehrssicherheit im Fernstraßennetz sorgen, zum anderen aber den reibungslosen Ablauf der Prozesse im Terminal keinesfalls stören. Deshalb wählte man als Location für PNEUSCAN die Ausfahrt vom Logistik-Gelände. Viele Kraftfahrer kennen und schätzen die Anlage bereits.

Die komplette Anlage läuft beim APM Terminal Maasflakte 2 seit Mai 2015. Die Gemeinschaftsinitiative von Havenbedrijf Rotterdam, APM Terminals und De Verkeersonderneming ist ein Pilotprojekt. Ausschlaggebend für den Einsatz von PNEUSCAN war die Tatsache, dass auf den Straßen rund um das Hafengebiet Rotterdam täglich im Schnitt zwei LKW aufgrund von Reifenpannen ausfallen, wodurch erhebliche Verkehrsbehinderungen entstehen können. Durch einen Reifenplatzer kam es in einem Tunnel sogar zu einem tödlichen Unfall. Nach der positiven Testphase planen Havenbedrijf Rotterdam und De Verkeersonderneming, diese Kontrollsysteme auch an anderen Orten im Hafen aufstellen zu lassen. Angedacht ist bereits ein zweiter Standort beim Distripark Eemhaven.

Mit der Reifenkontrolle leisten die Betreiber einen effizienten Beitrag zu noch sichereren Fahrzeugen auf Europas Straßen. Hauptziel ist, die Zahl der Unfälle aufgrund von Reifenpannen weitgehend zu reduzieren. Gerade in der Region rund um das Hafengebiet wirken sich unfallbedingte Staus besonders negativ auf den gesamten Verkehrsfluss aus.

Mit dem Verlauf der Kooperation ist man beim APM-Terminal rundum zufrieden. Der hauseigene Servicedienst sorgt für die regelmäßige Pflege der Anlage, darüber hinausgehende Wartungsintervalle werden in Absprache mit den Dorstener Spezialisten durchgeführt. Für die Beratung zwecks optimalem Einsatz des Systems sowie Detailfragen hat man dort stets ein „offenes Ohr“. Darüber hinaus findet täglich eine automatische Softwareüberprüfung statt, die die hohe Verfügbarkeit der Anlage gewährleistet.

Dazu Andreas Pietsch, Business Manager von VENTECH Systems: „Wir sind froh, dass eine so bedeutende Drehscheibe wie der Rotterdamer Hafen unsere Reifenkontrolle nutzt. Wir unterstützen den Kunden APM Terminal vor allem deshalb, weil das System auf freiwilliger Basis funktioniert und zur Motivation der Berufskraftfahrer beiträgt.“

Fazit: Es wäre zu begrüßen, wenn die Rotterdamer Initiative auch in anderen Ländern Schule macht. Dabei könnten nationale und europäische Verkehrssicherheits-Einrichtungen fördernd mitwirken.