Bei Kontrollen gewappnet

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Auf einer Großtankstelle an der Inntalautobahn bei Kufstein erfahren Lkw-Fahrer beim langsamen Überrollen von Sensoren und Achswaage, wie schwer sie beladen und in welchem Zustand ihre Reifen sind.

Die Großtankstelle vom Inntaler Logistik-Park (ILP) an der A12 südlich von Kufstein hat einen Checkpoint eröffnet, an dem Lkw-Fahrer nach dem Tanken vollautomatisch Reifendruck und -profil sowie Achs- und Gesamtgewicht überprüfen können. Um zu erfahren, ob ihre Werte den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, rollen sie mit ihren Lastern auf einer besonderen Ausfahrspur über die im Boden verbauten Sensoren. Eventuelle Mängel können sie dann korrigieren. 

In diesem Jahr bleibt der Service noch umsonst. Ab 2017 wird der Tankstellenbetreiber dann eine geringfügige Gebühr erheben. Bis dahin können die Transportunternehmen die Dienstleistung zusätzlich in ihr Fuhrparkmanagement integrieren. Die Daten zu ihren Fahrzeugen erhalten Sie dann in Echtzeit, sobald sie sich auf der Website der ILP-Tankstelle registriert haben. Ihren Fahrern können sie im Falle eines Mangels umgehend entsprechende Anweisungen erteilen. 

Die Großtankstelle von ILP sei damit die erste in ganz Österreich, die einen solchen vollautomatischen Service anbiete, betont Thomas Rinnhofer: „Mit dem Truck Checkpoint sparen Unternehmen Kraftstoff und erhöhen die Fahrsicherheit. Sie schonen so die Umwelt und reduzieren ihren CO2-Ausstoß."

Immerhin ist falscher Reifendruck eine häufige Ursache für Reifenplatzer und somit immer wieder für Fahrzeugpannen verantwortlich. Ein richtig eingestellter Reifendruck verkürzt außerdem die Bremswege und unterbindet Schleudervorgänge aufgrund von Aquaplaning bei starkem Regen. 

Sicherheitsrelevant ist auch das Achs- und Gesamtgewicht. Ist es innerhalb der Norm, dann ist der Lkw-Fahrer sicherer unterwegs. Dazu kommt, dass der Straßenbelag nicht unnötig belastet wird. Das schützt nebenbei auch die Umwelt. Auf der sicheren Seite wissen sich die Fahrer zusätzlich darüber hinaus bei Verkehrskontrollen. Gerade auf der A12, die Teil der Brenner-Route ist, habe die Verkehrspolizei in den letzten Jahren immer mehr Fahrzeuge herausgezogen und überprüft, teilt ILP mit. Laut Angaben der Innsbrucker Landesregierung kontrollierten die Behörden im vergangenen Jahr allein in Tirol rund 500.000 Lkw. Bei jährlich rund 2,1 Millionen Brenner-Überfahrten ist das alleine auf die Strecke durch Tirol etwa jeder vierte Lkw. Dazu kommen noch die Kontrollen in Südtirol und im deutschen Grenzraum. In Tirol bemängelte die Polizei neben Verstößen gegen die EU-Sozialvorschriften vor allem Gewichtsüberschreitungen. 

Erreichbar ist die Großtankstelle auf der Inntalautobahn über die Ausfahrt Kufstein Süd. An 14 Lkw-Zapfsäulen können Fahrer ihre Tanks füllen. Bis zu 250 Lkw-Züge fahren den Standort an Werktagen an.