Tanklogistiker Gruber - Sicherer mit PNEUSCAN

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Warum der Speziallogistiker Gruber aus Ludwigshafen auf die Reifenkontrolle PNEUSCAN von VENTECH Systems setzt.

Bei der Ausfahrt vom Geländer der Gruber GmbH & Co. KG rollen die Tankwagen im Schritttempo in Richtung Straße. Sie überfahren dabei eine im Boden eingebaute und mit Sensoren bestückte Metallplatte. Wie von Geisterhand werden die Reifendrücke und Profiltiefen gemessen und von einem Zentralrechner in Sekundenschnelle berechnet. Dem Fahrer werden die Ergebnisse auf einem übersichtlichen Display auf Höhe des linken Fensters angezeigt. Für diese Art der Reifenkontrolle braucht der Fahrer gar nicht auszusteigen. Er erkennt an einem grünen Licht, dass die Werte seiner Reifen im Toleranzbereich liegen. Eine rote Markierung wiederum weist auf die Notwendigkeit einer Überprüfung des jeweiligen Reifens hin.

Die vollautomatische Reifenkontrolle, die den Berufskraftfahrern und dem Werkstattpersonal die Arbeit erleichtert und die zeitaufwändigen manuellen Reifendruck- und Profiltiefenkontrollen weitgehend ersetzt, heißt PNEUSCAN und kommt von der Dorstener VENTECH Systems GmbH. Das 2013 als Tochter der Grenzebach-Gruppe mit Hauptsitz im bayerischen Hamlar gegründete Unternehmen setzt bei dem modular aufgebauten Reifendiagnosekonzept auf innovative Laser- und Sensortechnologie.

Ein Unternehmen wie Gruber, das sich in der Branche als Logistik- Dienstleister für flüssige Güter der chemischen Industrie etabliert hat, setzt auf durchgehende Qualität und Sicherheit. Allein am Standort Ludwigshafen disponiert Gruber einen Fuhrpark mit 145 Sattelzugmaschinen und rund 1.000 Tankcontainern. Eine eigene Werkstatt und eine Tankreinigungsanlage sorgen dafür, dass die Spezialfahrzeugflotte immer bestens in Schuss ist. Das qualitätszertifizierte und nach SQAS auditierte Unternehmen mit Niederlassungen in Großbritannien und den Niederlanden hat sich übrigens auf effiziente, multimodale Verkehre spezialisiert und ist aktives Mitglied des Programms Responsible Care der European Chemical Transport Association (ECTA).

Liebe auf den ersten Blick

Auch das automatische Reifenkontrollsystem PNEUSCAN auf dem Betriebsgelände zeugt davon, dass bei Gruber der Sicherheitsgedanke im Mittelpunkt steht. Hinzu kommt, dass alle Fahrer im Hinblick auf wirtschaftliche Fahrweise geschult werden. In Kombination mit dem Modul PNEUSCAN ATM, der Reifendruckkontrolle, konnte so der Dieselverbrauch im Jahr 2014 um 7 Prozent reduziert werden und infolgedessen auch der CO2-Ausstoß der gesamten Flotte. Gruber Geschäftsführer Werner Weber lernte die Anlage bei einem Schwertransport- Spediteur kennen.

Weber war von Anfang an von den Vorteilen des Systems überzeugt: „Ich wusste definitiv, dass sich die Investition in PNEUSCAN rechnet, aber eine Garantie oder eine kalkulierbare Größe hatten wir nicht. Das war eigentlich eine der größten Hürden, die ich bei meiner Argumentation für die Anschaffung des Reifenkontrollsystems zu nehmen hatte.“

Inzwischen ist die Anlage seit fast drei Jahren bei Gruber in Betrieb, und weder Geschäftsführung, noch Disposition, Werkstatt oder Fahrer möchten sie missen. Täglich fahren im Durchschnitt 80 bis 100 Fahrzeuge über die Sensorplatte, wobei die Ergebnisse in Echtzeit dokumentiert werden. Dank Modul PNEUSCAN DAT gibt es Kommunikationsmöglichkeiten mit dem hauseigenen Fuhrparkmanagementsystem, so dass auch langfristige Analysen realisierbar sind. Da bei Gruber häufig wechselnde Kombinationen von Sattelzugmaschine und Chassis im Einsatz sind, wurde die Anlage mit der doppelten Kennzeichen- Erkennung über zwei Kameras ausgestattet. So nimmt das Modul PNEUSCAN ID die Kennzeichen automatisch auf und ordnet die Ergebnisse dem Fahrzeug individuell zu. Auf dem Display werden die genauen Messwerte von Reifendruck und Profiltiefe angezeigt, während eine schematische Darstellung der Achsen auch erkennen lässt, welche Pneus gewartet oder sogar ausgetauscht werden müssen.

Fernwartung funktioniert einwandfrei

Ein wichtiger Aspekt ist für den Tanklogistiker Gruber auch der Mehrwert, der durch die Anzeige der Gewichtsverteilung pro Achse entsteht. So kann zusätzlich geprüft werden, ob die verschiedenen Container- Typen richtig beladen sind – ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit. Die Zusammenarbeit mit VENTECH Systems läuft gut. Vor allem in der Anfangszeit kamen die Techniker reaktionsschnell ins Haus und nahmen individuelle Einstellungen vor. Auch die Fernwartung funktioniert reibungslos. Nachdem sich das System insbesondere auf die Anforderungen des gemischten Fuhrparks eingespielt hat, ist nur noch die regelmäßige Reinigung der Optik erforderlich.

Zum Netzwerk der Mitarbeiter, die Einblick und Zugriff auf die Ergebnisse des Reifenkontroll- Systems haben, gehören auch der Werkstatt- Leiter Werner Bürkle und der stellvertretende Leiter Technische Betriebe, Klaus Markens. Sie haben übrigens einen weiteren Pluspunkt der Anlage erkannt, der sich zeit- und kostensparend auswirkt. Hilfreich für das Reifenmanagement sind die dokumentierten Profiltiefen. So kann aufgrund der Ergebnisse beispielsweise die gezielte Bevorratung mit einer bestimmten Anzahl an Reifen erfolgen, weil der voraussichtliche Bedarf bekannt ist.

Axel Hautz, seit zwei Jahren bei Gruber beschäftigt und mitverantwortlich für Fuhrpark sowie Fahrerschulungen, kennt das automatische Reifenkontrollsystem bereits aus seinem früheren Tätigkeitsbereich. „Es ist eine gute Sache. So mancher Schaden, den der Fahrer bei einer manuellen Abfahrtskontrolle mit bloßem Auge nicht entdecken konnte, wird aufgezeigt“, erklärt Hautz und fügt hinzu: „Auf jeden Fall hat man als Fahrer beim Start einer Tour die Gewissheit, dass die Reifen okay sind. Das System ist eine hilfreiche Ergänzung zur persönlichen Pflichtkontrolle. Es trägt zur eigenen Sicherheit, zur Verkehrssicherheit und zum positiven Image der Spedition bei.“