PepsiCo profitiert von PNEUSCAN

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Die britische Fahrzeugflotte von PepsiCo konnte ihre Pannen dank des Einbaus von PNEUSCAN an ihrem Firmensitz in Leicester um 70% reduzieren.

Das Werk in der Madeline Road - Hauptsitz für „Walkers Crisps" - ist das Zentrum für die Verwaltung der 212 Sattelzüge und 517 Anhänger, aus denen die britische Flotte von PepsiCo besteht. Im Interview mit dem Ingenieur, Kevin King, der für die landesweite Flotte zuständig ist, wollten wir herausfinden, warum sich die Firma entschieden hat, dieses System anzuschaffen und welche Vorteile sie seit dessen Einbau feststellen konnte.

„Wir halten immer nach Innovationen Ausschau“, so King, „und wir waren auf der Suche nach effizienten und kostengünstigen Methoden, um die Anzahl der Pannen in einer Flotte, die sich auf ca. 10 Stück pro Woche belief, herunterzufahren. Wir haben uns TPMS-Bordsysteme und deren Kosten angeschaut, aber da unsere Fahrzeuge und Anhänger in regelmäßigen Abständen in diesem Werk vorbei kommen, haben wir uns entschieden, dass ein „drive-through"-System geeigneter wäre. Wir haben uns Alternativsysteme anderer Lieferanten angeschaut, aber unsere amerikanischen Kollegen haben uns das System von VENTECH Systems empfohlen. Der große Vorteil von PNEUSCAN besteht darin, dass es zusätzlich zum Reifendruck ebenfalls das Gewicht und die Profiltiefe messen kann, wodurch wir weitreichendere Analysemöglichkeiten an die Hand bekommen."

PNEUSCAN wurde zu Jahresbeginn 2015 in Leicester eingebaut und bietet fünf Kernfunktionen - PNEUSCAN ATM Reifendruckprüfung, PNEUSCAN LOAD - Achslastkontrolle, PNEUSCAN PRO - Profiltiefenmessung, das PNEUSCAN ID - Fahrzeug-Erkennungssystem und das PNEUSCAN DAT Datenverwaltungssystem für detailliertere Fahrzeuganalysen. King berichtet, dass nach einer Einführungsphase zu Beginn des Jahres, während der die Bediener sich mit der Anlage vertraut gemacht haben, die Pannenquote rasch zurückging.

„Reifenpannen lassen sich nicht vollständig verhindern“, so King, „aber wir konnten eine umfangreiche Reduzierung der Pannen um 70% erreichen, die sich jetzt auf ca. drei Stück pro Woche belaufen. Die Reduzierung der Pannen bedeutet geringere Ausfallzeiten; ein wesentlicher Faktor in einem Geschäft wie dem unseren, bei dem man auf schmale Zeitfenster bei der Lieferung fixiert ist. Darüber hinaus ergeben sich auch Einsparungen der Reifenkosten durch die reduzierte Anzahl von Pannen."

Um diese Senkung der Pannenhäufigkeit zu erreichen, führte PepsiCo ab Februar eine Nachverfolgung des Genauigkeitsgrades des Reifendrucks ihrer Flotte durch, wobei die Toleranz zu Beginn bei +/- 1,03 bar lag, allerdings im Juni sogar auf +/- 0,48 bar geändert werden konnte. Laut King befanden sich im Februar nur 34% der Reifen innerhalb der 1,03 bar Toleranzgrenze. Im August lagen schon 53% innerhalb der engeren Toleranz von 0,48 bar und erfreuliche 80% innerhalb der gröberen Parameter-Toleranz, d.h. man konnte eine erstaunliche Verbesserung bei der Genauigkeit der Profiltiefe über die gesamte Flotte konstatieren.

„Früher war es die Aufgabe der Autowerkstatt, die wir unter Vertrag haben, Reifendruck und Profiltiefe zu prüfen. Damals wurde der Reifendruck alle acht Wochen an den Zugmaschinen und alle 12 Wochen an den Anhängern geprüft. Nun fährt jeder Anhänger und jede Zugmaschine mindestens einmal pro Woche durch das System. Da 162 Fahrzeuge in diesem Werk stationiert sind, fahren etliche sogar zweimal pro Tag über die Maschine."

PepsiCo hat PNEUSCAN in der LKW-Spur an der Werksausfahrt untergebracht, so dass jedes Fahrzeug, das das Werk verlässt, einschließlich jener, die den Lieferanten und Unterlieferanten gehören, ihre Reifen geprüft bekommen. Die Fahrer können die Ergebnisse des Scans auf einem Bildschirm sehen, wenn sie aus dem Werk fahren, wobei die Ergebnisanzeige auf einem Bildschirmgerät mit einem benutzerfreundlichen Ampel-System erfolgt, das einfach verständlich anzeigt, wann der Reifendruck, die Profiltiefe oder das Achsgewicht verändert werden müssen. Diese Anzeige steht ebenfalls dem Flotten-Manager über ein „Live View"-Modul von PNEUSCAN zur Verfügung, was bedeutet, dass die Ergebnisse sich einfach und anschaulich darstellen lassen und was eine zusätzliche Datenanalyse zur Überprüfung der Ergebnisse auf der Suche nach Problemen innerhalb der Flotte obsolet macht.

Die Reifen von PepsiCo werden mit Continental auf der Basis eines PPK-Vertrags (Preis pro Kilometer) abgerechnet, wobei der Conti-eigene Servicedienstleister Unityre zum Einsatz kommt, um den Rund-um-die-Uhr Service vor Ort zu gewährleisten. Das Unternehmen bringt Continental Hybrid-Reifen zum Einsatz, so dass eine optimale Rollwiderstandsleistung bereits gegeben ist. Außerdem wird eine Strategie zur Runderneuerung der Reifen verfolgt, bei der runderneuerte Conti-Reifen eingesetzt werden, die im Conti-Werk „ContiLifeCycle" in Deutschland hergestellt werden.

„Wir setzen unsere Reifen so wirtschaftlich wie möglich ein“, sagt Kevin King, „aber PNEUSCAN unterstützt uns dabei, dies noch gezielter zu verfolgen als zuvor, was bedeutet, dass wir die optimale Lebenszeit unserer Reifen sicherstellen können."

Die Hauptvorteile des Systems liegen gemäß King in der Senkung des Kraftstoffverbrauchs aufgrund des verbesserten Rollwiderstands der ordnungsmäßig mit Luft befüllten Reifen. Darüber hinaus ermöglicht es eine effiziente Handhabung des Reifenverschleißes. Die Tatsache, dass sowohl der Fahrer als auch der Flottenmanager den Reifendruck und das Gewicht zu dem Zeitpunkt des Überfahrens der Sensorfläche sehen können, ist ebenfalls hilfreich, um z. B. die optimale Verteilung der Last über die Achsen sicherzustellen.

Ein wesentlicher, potentieller Vorteil liegt darüber hinaus in einer Stärkung der Verhandlungsposition, wenn es dann schließlich zu einer Neuverhandlung des PPK-Vertrags kommt.

King: „Eine Frage, die sich Flottenmanager permanent stellen sollten lautet, ob sie alle Reifen immer im Blick haben. Wir können dies nun mit Fug und Recht von uns behaupten. Dies ist der Hauptvorteil von PNEUSCAN. Wir haben einen Vollzeit-Kfz-Monteur in unserem Werk - aber eben nur einen. PNEUSCAN überwacht den Reifenzustand der Flotte auf einer permanenten Echtzeit-Basis.“