Wuppertaler Stadtwerke - Reifendruck permanent im Visier

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Bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) ist PNEUSCAN von VENTECH Systems ins Fuhrparkmanagement integriert worden und bringt der Busflotte ein Plus an Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ökologie.

„Rund 95 Prozent der Busse vom Betriebshof Varresbeck fahren täglich über die Anlage“, verrät Jürgen Falenski, Leiter der Buswerkstatt der Wuppertaler Stadtwerke, und fügt hinzu: „Wir halten hier 2.500 Räder am Rollen, da bleibt für die manuelle Kontrolle des Luftdrucks nicht viel Zeit übrig.“

Gemeinsam nehmen wir die bereits im Jahre 2008 in Varresbeck installierte Anlage zur Reifendiagnose unter die Lupe. Alle Busse, die nach der Absolvierung ihres Tagewerks mit sehr eng gestrickten Fahrplänen auf den Hof kommen, werden von externen Dienstleistern übernommen und für die nächste Tour fit gemacht. Bei der Einfahrt des Busses in die Abstellhalle mit 18 Stellreihen kommt die PNEUSCAN ATM, die Reifendruckkontrolle, zum Einsatz. Innerhalb weniger Sekunden wird der Reifendruck automatisch ermittelt, ohne dass Personal für zeitaufwendige oder komplizierte manuelle Inspektionen benötigt wird. Hinzu kommt, dass das Modul PNEUSCAN PRO mit seiner Lasertechnologie auch die Profiltiefe misst. Beide Aktionen erfolgen während der langsamen Überfahrt. Die Anlage erfasst Reifendruck und Profiltiefe automatisch anhand der im Boden installierten Sensorplatten, berechnet die Ergebnisse und vergleicht diese mit vorgegebenen Toleranzen. Auf einem Display werden eventuelle Probleme über eine rot-grüne Ampel signalisiert. Bei den WSW übernimmt man die Echtzeit-Daten in die vorhandenen Fuhrparkmanagementsysteme.

PNEUSCAN ID, die Fahrzeugidentifikation, wiederum erfasst über eine Kamera vollautomatisch die Wagennummern der Solofahrzeuge und Gelenkzüge und ordnet die entsprechenden Daten zu. Auch die Identifizierung der Fahrzeuge über das Kennzeichen oder mittels RFID-Technologie ist möglich, wobei ebenfalls keine Modifikationen am Bus oder Reifen notwendig sind.

Gegen verschleißbedingte Reifenausfälle

Aufgrund der besonderen Topografie der Stadt Wuppertal ist die Belastung der Busse und somit auch der Reifen extrem hoch. Im Durchschnitt fährt ein Bus rund 70.000 km pro Jahr und befindet sich in der Regel weniger als eine Stunde pro Tag im Stillstand. Um den verschleißbedingten Reifenausfällen entgegenzuwirken, habe man sich – so Falenski – im Jahre 2008 entschlossen, eine Anlage vom Typ PNEUSCAN ATM von VENTECH Systems anzuschaffen. Der Profi gesteht, dass er anfangs diesem modernen Reifendruckkontrollsystem noch etwas skeptisch gegenüberstand. Jedoch ließ sich der Werkstattleiter überzeugen. Vor sechs Jahren wurde die Anlage durch das Modul PNEUSCAN PRO, der Profiltiefenmessung ergänzt. Damals wie heute stehen Argumente wie Sicherheit und Kraftstoffverbrauch sowie der Umweltgedanke im Vordergrund.

Da in der Wuppertaler Buswerkstatt die Fahrzeuge täglich über die Anlage fahren, kann der Disponent die Entwicklung des Reifenzustands überwachen. Je nach der jeweiligen Schadensanzeige kann man dann entscheiden, ob ein sofortiger Einsatz erforderlich ist oder ob nur eine eventuelle Tendenz ins Negative beobachtet wird. So lässt sich schleichender Luftverlust feststellen, und auch die Wartungsarbeiten können besser geplant werden. Es versteht sich von selbst, dass sich die Anschaffung auch positiv auf die Versicherungsprämie auswirkt. Neben der Verbesserung der Wartung und der Erhöhung der Fahrsicherheit hat der Einsatz von PNEUSCAN auch dazu beigetragen, dass der Kraftstoffverbrauch spürbar reduziert und die Lebensdauer der Reifen verlängert wurde. Besonders wichtig sei im Übrigen, dass durch die professionelle Überwachung sowohl der Pneu wie auch die Karkasse geschont werden. So kann ein Reifen dreimal runderneuert werden und auf der Mittel- und Hinterachse der Omnibusse montiert werden.

„So sparen wir Kosten und tun auch etwas für die Umwelt, in dem wir die Ressourcen schonen“, betont Falenski.